Alice im Wunderland - AD Theater-AG

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Vergangene Spielzeiten > Spielzeit 2009 / 2010
Alice im Wunderland

Alice im Wunderland (ursprünglich Alices Abenteuer im Wunderland; englischer Originaltitel Alice’s Adventures in Wonderland) ist ein erstmals 1865 erschienenes Kinderbuch des britischen Schriftstellers Lewis Carroll.
   Die fiktive Welt, in der Alice im Wunderland angesiedelt ist, spielt in solch einer Weise mit Logik, dass sich die Erzählung unter Mathematikern und Kindern gleichermaßen großer Beliebtheit erfreut. Sie enthält zahlreiche satirische Anspielungen – nicht nur auf persönliche Freunde Carrolls, sondern auch auf die Schullektionen, die Kinder im England jener Zeit auswendig lernen mussten. Meistens werden die Geschichte und ihre Fortsetzung Alice hinter den Spiegeln (im Original: Through the Looking-Glass and What Alice Found There) als eine Einheit angesehen. Bekannt sind die Bücher auch durch die Illustrationen des britischen Zeichners John Tenniel in den ersten Ausgaben.
   Alice im Wunderland gilt als eines der hervorragenden Werke aus dem Genre des literarischen Nonsens. Gemeinsam mit der 1871 erschienen Fortsetzung Alice hinter den Spiegeln wird dieses Kinderbuch gewöhnlich zu den Klassikern der Weltliteratur gezählt. So ist die Erzählung heute beispielsweise Bestandteil der ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher. Die britische Zeitung The Guardian nahm 2009 sowohl Alice im Wunderland als auch Alice hinter den Spiegeln in die Liste der 1000 Romane auf, die jeder gelesen haben muss. Seine Erzählweise und -struktur, seine Figuren und Metaphorik haben unverändert großen kulturellen Einfluss. Es wurde dutzende Male für die Bühne adaptiert und verfilmt und Figuren der Erzählung wie die Grinsekatze, der Jabberwocky, der Märzhase und der verrückte Hutmacher oder einzelne Episoden wie beispielsweise die der Teegesellschaft, in die Alice hineingerät, werden in der Popkultur immer wieder aufgegriffen und zitiert.

Inhalt
Während ihre Schwester ihr aus einem Buch vorliest, sieht die Titelheldin Alice ein sprechendes, weißes Kaninchen, das auf eine Uhr starrt und meint, es komme zu spät. Neugierig folgt Alice ihm in seinen Bau.   
   Dort fällt sie weit hinunter und landet in einem Raum mit vielen Türen. Nach einiger Zeit findet sie einen Schlüssel, mit dem sie die kleinste Tür aufsperren kann. Sie öffnet diese, schafft es allerdings nicht hindurch, weil sie zu groß ist. Kurz darauf findet sie ein Fläschchen mit einem Trunk, welcher sie kleiner macht. Aber dann ist die Tür, als sie klein genug ist, wieder zu. Aus diesem Grund entsteht ein Chaos, bis Alice letztlich klein genug ist und ins Wunderland, welches vor
Paradoxa und Absurditäten nur so strotzt, hineingehen kann.
   Sie geht zum Haus des weißen Kaninchens, isst dort etwas und wird riesig groß. Als das weiße Kaninchen nach Hause kommt, kann es nicht in das Zimmer hinein, in dem Alice ist. Daher holt es Unterstützung von Anderen. Letztlich wird Alice wieder klein und flieht in den Wald. Dort trifft sie auf eine Raupe, die Alice hilft, ihre Normalgröße zu erlangen.
   Nach kurzer Zeit kommt Alice zu einer Herzogin, bei der sie auf die Cheshire Cat (Grinsekatze) trifft. Diese gibt ihr den Rat zum Märzhasen und zum verrückten Hutmacher zu gehen, welche seit langem eine Teeparty veranstalten. Die Teegesellschaft ist allerdings so verrückt, dass Alice nach kurzer Zeit beschließt, wieder zu gehen. Letzten Endes kommt sie zum Herzkönig und zur Herzkönigin, welche liebend gern jemandem den Kopf abschlagen lassen möchte. Sie fordert Alice auf, mit anderen Tieren und Menschen, die wie Spielkarten aussehen, Croquet zu spielen, wobei ein Flamingo der Schläger und ein Igel der Ball ist. Am Schluss werden alle, bis auf Alice, von der Herzkönigin zum Tode verurteilt, jedoch vom Herzkönig begnadigt, so dass sie nicht mehr weiterspielen kann.
   Kurz nach dem Croquetspiel führt die Herzkönigin Alice zu einem Greif. Diesem befiehlt die Königin, Alice zum Schildkrötensupperich, einem Mischwesen aus Kalb und Meeresschildkröte, zu führen, damit dieser ihr seine Lebensgeschichte erzählt. Während der Schildkrötensupperich Alice und dem Greif ein Lied vorträgt, ertönt in der Ferne der Ruf: „Die Verhandlung beginnt!“. Der Greif begleitet Alice zurück zum Schloss der Herzkönigin.
   Dort kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, bei der der Herzbube beschuldigt wird, die Törtchen der Königin gestohlen zu haben. Im Gerichtssaal trifft sie den verrückten Hutmacher wieder, der Zeuge sein soll. Als Alice wieder größer wird, wird auch sie als Zeugin aufgerufen. Allerdings ist sie inzwischen so groß, dass sie ein großes Chaos verursacht, statt eine Zeugin zu sein, als sie neben ihrer Schwester aufwacht.

Lewis Carroll   
Miriam B.
Alice
alice
ALICE
Karolin K.
Michelle B.
Nora G.
Schwester 1
Schwester 2
Alina S.
Luisa M.
weißes Kaninchen
Grinsekatze
Kendra J.
Lea M.
Maus
Ratte
Regina R.
Tina H.
Ente
Eule
Taube
Annika S.
Parthena N.
Leonie T.
Papagei
Mamagei
Jennifer H.
Amelie D.
Adler
Dodo
Franziska K.
Alexandra v. H.
Mücke
Affe
Schnecke
Ephraim R.
Raphaela G.
Parthena N.
Frosch
Fisch
Hummer
Greif
Suppenschildkröte
Sonja K.
Melissa Y.
Anne-Sophie B.
Amelie L.
Ramona L.
Herzkönigin
Herzkönig
Herzbube
Tabea U.
Leon A. d. S.
Jonas S.
Henker
Alexander K.
Herzogin
Köchin
Anna W.
Laura M.
Raupe
Annina M.
Verrückter Hutmacher
Märzhase
Haselmaus
Kirsten B.
Laura K.
Svenja K.
Karte 2
Karte 3
Karte 4
Jan G.
Victoria E.
Sarah-Louise S.
Karte 5
Karte 6
Karte 7
Lena S.
Jule S.
Annika R.
Karte 8
Karte 9
Karte 10
Luisa M.
Alexander F.
Charlotte B.
Ass
Joker
Junior
Nadine B.
Carl D.
Clara L.
Igel 
Eva F.
Andrea G.
Schöffe 1
Schöffe 2
Martina B.
Henrik H.
Schreiber 1
Schreiber 2
Schreiber 3
Rahel d. V.
Leander B.
Moritz G.
Tür 1
Tür 2
Tür 3
Tür 4
Tür 5
Pia P.
Asena G.
Mara K.
Daniel G.
Christian B.
Backstage
Technik
Tim A.
Thomas Mehl
Mitarbeit
Sarah L.
Lea N.
Damaris R.
Bühnenbild
Mia B.
Valentin D.
Jana S.
LeitungAndrea Köhler
Eine Produktion derTheater-AG 6-8
Aufführungsrechte
 Theater Verlag Desch

Lewis Carroll

Charles Ludwige Dodgson wurde am 27. Januar 1832 in Cheshire geboren. Bereits früh kam er mit Literatur in Verbindung, da er von seinen Eltern daheim unterrichtet wurde. Erst mit zwölf Jahren wechselte er an eine reguläre Schule, eine kleine Privatschule in Richmond, später an die bekanntere Rugby School, an der er sich jedoch nie wohl gefühlt hat.
   Zum Studium wechselte er mit 19 Jahren an das renomierte Christ Church College in Oxford, an dem er nach seinem Studium der Mathematik 26 Jahre als Unterrichtender bleib – eine Arbeit, die ihm nie wirklich gefallen hat, da seine Schüler anfangs meist sowohl älter als auch vermögender waren als er – und nahezu alle ohne ein Interesse an der  Mathematik. 
   1856 veröffentlichte er unter dem Pseudonym „Lewis“ (die englische Form von Lateinisch Ludovicus) „Carroll“ (ein irischer Familienname in Anlehnung an den ebenfalls lateinischen Namen Carolus, von dem auch
Charles abgeleitet ist) ein Gedicht, dass ihn als Autor berühmt machte: „Solitude“.
   Im selben Jahr trat Henry Lidell die Stelle des Dekans an Christ Church an. Dodgson wurde ein enger Freund der Familie, und am 4. Juli 1862 erfand er für die drei Töchter Lorina, Edith and Alice eine Geschichte, die er auf Drängen von Alice Lidell später zu Papier brachte. Eine handgeschriebene und von ihm selbst illustrierte Ausgabe entstand 1864, nachdem weitere Bekannte und auch ein Verleger Teile des unvollständigen Manuskriptes gelesen hatten. 1865 kam es unter dem Titel Alice in Wonderland in den Buchhandel.
   Die Fortsetzung – Through the Looking-Glass And What Alice Found There – wurde 1871 publiziert, mittlerweile hatte Dodgson eine große Leserschaft erreicht.
Neben der Schriftstellerei widmete er sich der Photographie, einem zu der Zeit neuen Medium. Viele seiner Bilder zeigen Portraitaufnahmen von Menschen der höheren Gesellschaft, Künstler und Literaten und – vor allem – Kinder.
1863 kam es zum Bruch mit der Familie Lidell. Die Gründe dafür sind bis heute nicht genau geklärt, in den ansonsten vollstän-digen Tagebüchern Dodgsons fehlen die Seiten für den 27. Juni 1863.
   Dodgson starb am 14. Januar 1898 im Alter von nahezu 66 Jahren an einer Lungenentündung. Begraben ist er in Guildford, Surrey.

                        

Alice im Wunderland
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